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Algen, insbesondere Fadenalgen im Koiteich sind für viele Teichbesitzer eine sehr unangenehme Problematik. Bevor man sich jedoch für einen Weg zur Bekämpfung der Algen entscheidet, sollten die Ursachen für ein starkes Algenwachstum erkannt werden. 

Zum Verständnis

Algen zählen im „Ökosystem“ Koiteich, zu den untersten pflanzenartigen Organismen. Die Entstehung von Algen ist ein natürlicher Prozess, der in Abhängigkeit vieler Faktoren steht. Bestimmt wird das Algenwachstum letztlich durch Sonneneinstrahlung, Kohlenstoff,- und Stickstoff- sowie Phosphatverbindungen. 

Schwebealgen lassen sich mit dem Einsatz einer UV-C Lampe auf schonende Art bekämpfen. Weitaus problematischer ist die Bekämpfung von Fadenalgen.

Die Besatzdichte in Koiteichen, steht im absoluten Widerspruch zu Gesetzmäßigkeiten der Natur. Nur der kontrollierte Einsatz von Teich- und Filtertechnik verhindert das Kolabieren von einem Koiteich. Fütterung und Eiweißstoffwechsel der Koi, führen zu einer Schadstoffbelastung des Teichwassers. Ein großer Teil der Schadstoffe wird in der Filteranlage zu weniger schädlichen Verbindungen umgewandelt. Die Reduzierung von Nährstoffen im Teichwasser kann jedoch lediglich durch Pflanzen oder ein entsprechenden Teilwasserwechsel erfolgen.

Entstehung von Fadenalgen

Das aus dem Eiweißstoffwechsel entstehende Abbauprodukt Ammonium, dient den Algen bei der Entstehung als Stickstoffquelle. Die Düngung erfolgt durch Phosphate, welche mit der Fütterung in den Koiteich gelangen. Bereits kleinste Konzentrationen an Phosphatverbindungen können erhebliche Auswirkungen auf das Algenwachstum haben. Des Weiteren begünstigen Sonneneinstrahlung, ungünstige Wasserparameter sowie Nitrat das Wachstum von Fadenalgen.

Bekämpfung von Fadenalgen

Nachdem uns die Gründe der Entstehung von Algen bekannt sind, stellt sich die Frage der Bekämpfung. Der Markt hält eine Vielzahl von Möglichkeiten bereit. Leider führen kommerzielle Mittel zur Algenbekämpfung lediglich zu einer Symptombehandlung mit all ihren Folgen.

Sind Algenmittel sinnvoll oder Symptombehandlung?

Algenbekämpfungsmittel töten zwar Algen ab, lassen jedoch die Ursachen der Entstehung vollkommen außer Acht. Mit der Vernichtung der Algen kommt es zu einer massiven Sauerstoffzehrung. Aufgenommene Schadstoffe gehen wieder ins Wasser über. 

Die Unterbrechung natürlicher Prozesse führt zu einer organischen Belastung und folglich zur Überdüngung des Teichwassers. Gesundheitliche Schädigungen der Koi lassen sich nicht ausschließen. Der Eintrag von Stickstoff und Nährstoffen erfolgt weiterhin. Die Filteranlage produziert weiterhin Nährstoffe für Algen. Über die Fütterung wird weiterhin Phosphat eingetragen.

Ist der Eintrag von Substanzen welche pflanzliches Leben vernichten vertretbar? Welche Auswirkungen haben Diese auf das ökologische Gleichgewicht? Gesundheitliche Schädigungen der Koi?

Sinnvolle Maßnahmen

Bevor zu chemischen oder technischen Lösungen gegriffen wird, empfiehlt es sich alle ökologisch vertretbaren Maßnahmen zur Reduktion des Algenwachstums auszuschöpfen. 

Möglichkeiten am Teich:

  • Wasserwerte kontrollieren (pH-Wert)
  • Belüftung (evtl. zu stark)
  • Besatzdichte zu hoch
  • mechanisches Entfernen der Algen
  • Teilwasserwechsel (nitratarmes Wasser verwenden)
  • Einsatz von Pflanzen als natürliche Konkurrenten
  • Sonneneinstrahlung (Beschattung der Teichanlage)

Möglichkeiten am Filter:

  • Optimierung der Filteranlage
  • mechanische Filterung verbessern
  • Nitratbindung
  • Phosphatbindung

Maßnahmen zur Reduktion von Stickstoff:

  • Beatzdichte prüfen
  • Futterrate reduzieren
  • leicht verdauliches Futter verwenden

Weitere Möglichkeiten zur Algenbekämpfung bietet der Einsatz von Ozon, Kupfer und Salzsäure. Die eigentliche Ursache wird bei allen Varianten nicht bekämpft. Algen sind eine natürliche Reaktion auf die Fütterung. Nährstoffe können nicht aus dem Wasser gefiltert werden! Eine Optimierung der Teichanlage ist in jedem Fall die bessere Alternative.